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R. Kühn

Festsaal Strausberg, aufgeheizte Altstadt und bauen auf der grünen Wiese

In den letzten Wochen gibt es eine erfreulich lebhafte politische Kultur in unserer Stadt. Auch wenn die Amtsinhaberin sich versucht aus den teilweise brenzligen Sachen rauszuhalten, brechen sich Forderungen und Entwicklungen Bahn die tlw. ihre ganze Amtszeit vor sich hin schwelten.

Dazu drei Beispiele:

1. Wir haben als Fraktion den Beschluss in die Stadtverordnetenversammlung gebracht, den alten Festsaal in der Wrieznener Straße (beim Schwimmbad) nicht mehr zum Verkauf anzubieten. In Zukunft soll dieser Bau saniert und öffentlich genutzt werden. Die Halle ist fast 100 Jahre alt und dafür ganz gut erhalten. Das war vielen von uns gar nicht bewusst. In den nächsten Jahren wird der Bereich des ehml. Club am See und der Polizei sich grundlegend verändern. Wir gehen von einer recht intensiven Wohnbebauung aus. Ein sanierter Festsaal im Eigentum der Kommune würde den Norden wirklich abrunden.

Die Amtsinhaberin Elke Stadeler lehnt das Bestreben leider ab. Es sei schwierig mit den Parkplätzen ist ihr Argument. Sie hat insofern recht, dass Parkplätze neu geschaffen werden müssen. Die Chance auf einen Festsaal deswegen zu vergeben, halte ich für „unterambitioniert“.

2. Nur wenige hundert Meter südlich stellt der Gewerbeverein mal wieder die „Machtfrage“.

Im Rahmen des Bürgermeisterwahlkampfes hat Herr Frenzel (FDP) sich an die Spitze der Kritiker des Pollers in der Altstadt gestellt. Die Argumentation ist die bekannte: „Viel Verkehr in der Altstadt sorgt für viel Umsatz - weniger Verkehr schmälert die Gewinne der Einzelhändler.“ Es besteht ein Zielkonflikt der nicht so einfach aufgelöst werden kann. Die Mehrheit der Strausberger will das die Verkehrsbelastung in der Altstadt sinkt um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Keiner sitzt gern in einem Cafe wenn ein Stau neben ihm steht. Der Poller soll insbesondere die schlichten „Durchfahrer“ vergrämen.

Das ist zumindest gelungen. Der Verkehr ist deutlich verringert. Radfahrer sprachen mich an, das sie zum ersten mal auf der Großen Straße ohne Angst fahren konnten. Wir werden uns die Argumente der Gewerbetreibenden gern ein weiteres mal anhören. In dem Zusammenhang können sie gern auch mal einen Lösungsvorschlag beibringen. Außer schrillen Beschimpfungen ala „Ihr habt einen Pflock in das Herz der Stadt geschlagen“ kam von ihnen bisher nicht viel. 

3. Nachdem die Kandidatin Birgit Bärmann beim der Vorstellung ihrer städtebaulichen Ansätze im Januar etliches an Zustimmung geerntet hat, wird die Sache nun konkret. 

Die CDU und wir als Fraktion werden die Bebauung des sog. „Johanneshofes“ und des sog „Wäldchen Süd“ für 2 Jahre aussetzten. Wir brauchen als Stadt vorher einen Plan, wie Strausberg in den nächsten Jahrzehnten aussehen soll. Der letzte amtliche Plan war von 1999. Wir tun gut daran nicht leichtfertig unser Stadtgebiet mit Bungalowhäusern zuzupflastern. Unsere Nachbargemeinden machen es so. Das Ergebnis ist aus unserer Sicht nicht zukunftsfest. Es braucht eine stärkere Verdichtung der Freiflächen im Innenbereich.

Erst wenn das geklärt ist und wir als Strausberger feststellen das es trotzdem nicht reicht. Sollten wir neue Flächen verbrauchen.

Ihr seht, einiges tut sich. Mehrheiten werden neu zusammengewürfelt, stecken gebliebene Debatte spitzen sich zu. Für uns als Fraktion ist es wie immer hilfreich, wenn die Basis die Vorgänge bespricht und uns in die Ergebnisse mit einbezieht. In diesem Monat sind Bürgermeisterwahlen.  Ein Wechsel könnte uns voranbringen.


Gedanken über die Welt, in der unsere Nachkommen leben werden

Die Sammlung der Gedanken vom Juni 2018 kann hier heruntergeladen werden. Die Autoren freunen sich wie immer über Feedback und Kommentare


Standpunkte zur sicherheitspolitische Lage (Stand  2017)

Der Diskussionszirkel Friedenspolitik hat ein Standpunktepapier zur internationalen sicherheitspolitischen Lage erstellt, das hier heruntergeladen werden kann. Es wird zu gegebenen Anlässen aktualisiert. Die Autoren freuen sich über Feedback und Kommentare.