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Wolfram Wetzig

Friedensfest unter Pandemie-Bedingungen

Der Stadtvorstand arbeitet schon seit Längerem an der Vorbereitung des 30. Friedensfestes. Weit vor Corona waren die Eckpunkte festgelegt und erste Absprachen mit prominenten Gästen für die politischen Gesprächsrunden und Künstlern für das Unterhaltungsprogramm gelaufen. Zusagen einer Vielzahl von politischen und sozialen Vereinen lagen vor. Nach der unerwarteten Absage des Alten Gutshofes als Veranstaltungsort wurde mit dem Volkshaus Nord schnell eine Alternative gefunden, die Bedingungen anbot, die es uns ermöglicht hätten, ein würdiges Fest zu organisieren. Aber über aller Vorbereitungsarbeit hing das Damoklesschwert der Pandemie. Keiner konnte im zeitigen Frühjahr abschätzen, wie sich die Lage entwickeln würde. Deshalb liefen die Vorbereitungen ab Mitte April mehrgleisig, von der Vollvariante über eine verkleinerte Veranstaltung bis hin zur völligen Absage. Die Organisatoren hatten mehrere Varianten vorbereitet und der Stadtvorstand entschied auf seiner Beratung am 18. Juni: Wir wollen nicht riskieren, dass von dieser Veranstaltung, auf der es praktisch unmöglich ist, die Hygienevorgaben für Veranstaltungen einzuhalten, eine gesundheitliche Gefährdung auch nur eines einzigen Besuchers oder Mitwirkenden ausgeht.                                                                                 

Das ist dem Stadtvorstand nicht leicht gefallen, bedeutet es doch die Unterbrechung einer 30jährigen Tradition gerade in dem Jahr, in dem der Frieden in Europa mehr denn je gefährdet ist. Die Befreiung vom Faschismus vor 75 Jahren, die Rolle der Roten Armee und der Frieden mit Russland sollten sich wie ein Roter Faden durch die Veranstaltung ziehen. Die Kriegstreiberei der NATO wollten wir scharf kritisieren und unsere Stimme erheben gegen den Versuch, Geschichte umzuschreiben, und die Wiederbelebung des alten Feindbildes - Russland.

Die Themen sind aber zu brennend, um ungesagt zu bleiben. Deshalb wurde beschlossen, dass wir dieses Jahr mit einer anderen Form in die Öffentlichkeit gehen werden, die hoffentlich eine breite Wirkung erfährt. Wir werden Mitte August der Öffentlichkeit auf einer Pressekonferenz den überregionalen und regionalen Medien einen Strausberger Friedensappell anlässlich des Weltfriedenstages präsentieren. Bekannte Persönlichkeiten aus der Bundes- und Landespolitik sowie der Friedensbewegung werden auf die aktuelle Bedrohung des Friedens in Europa, die politischen und wirtschaftlichen Folgen der Kriegstreiberei und der neuen Etappe des von der Nato forcierten Wettrüstens aufmerksam machen.

Zustimmung zu diesem Friedensappell werden wir von bekannten Persönlichkeiten aus Politik und Kultur einwerben. Höhepunkt des Friedensfestes wird dann eine Menschenkette am 29. August im Strausberger Stadtzentrum sein, mit der wir unter Einhaltung des gebotenen Abstandes in bunter Vielfalt gemeinsam mit den friedliebenden Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises unseren Forderungen, die im Appell formuliert wurden, Nachdruck verleihen.

Zur Vorbereitung der Menschenkette benötigen die Organisatoren die gesamte Kraft und die Ideen des Stadtverbandes und aller Vereine, die sich dem Friedensfest verbunden fühlen, damit es ein eindrucksvolles Bekenntnis für den Frieden wird.

TROTZ CORONA!

Wolfram Wetzig

Im Auftrage des Stadtvorstandes und der Org. Gruppe


Gedanken über die Welt, in der unsere Nachkommen leben werden

Die Sammlung der Gedanken vom Juni 2018 kann hier heruntergeladen werden. Die Autoren freunen sich wie immer über Feedback und Kommentare


Standpunkte zur sicherheitspolitische Lage (Stand  2017)

Der Diskussionszirkel Friedenspolitik hat ein Standpunktepapier zur internationalen sicherheitspolitischen Lage erstellt, das hier heruntergeladen werden kann. Es wird zu gegebenen Anlässen aktualisiert. Die Autoren freuen sich über Feedback und Kommentare.