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Leserbrief: Otto Bauers Gesellschaftsideen für eine bessere Welt

Am 12.11.2019 stellte der in Strausberg gut bekannte Philosophiehistoriker Dr. Horst Klein in der Geschäftsstelle der LINKEN in Strausberg sein neuestes Buch mit dem Titel „Otto Bauers Gesellschaftsideen für eine bessere Welt“ vor. Ein interessierter Kreis an Zuhörern nahm zur Kenntnis, dass es in dem Buch vorrangig um die Theorien und Aktivitäten der Vertreter des sogenannten Austromarxismus geht, deren bedeutendster Exponent Otto Bauer (1881-1938) war. Der Referent hat in dem Buch den Inhalt seiner Dissertation und weitere ergänzende Studien zu diesem Thema verarbeitet.

Am 12.11.2019 stellte der in Strausberg gut bekannte Philosophiehistoriker Dr. Horst Klein in der Geschäftsstelle der LINKEN in Strausberg sein neuestes Buch mit dem Titel „Otto Bauers Gesellschaftsideen für eine bessere Welt“ vor. Ein interessierter Kreis an Zuhörern nahm zur Kenntnis, dass es in dem Buch vorrangig um die Theorien und Aktivitäten der Vertreter des sogenannten Austromarxismus geht, deren bedeutendster Exponent Otto Bauer (1881-1938) war. Der Referent hat in dem Buch den Inhalt seiner Dissertation und weitere ergänzende Studien zu diesem Thema verarbeitet.

Er legte dar, dass es Otto Bauer und seinen Mitstreitern ab ca. 1905 zunächst vor allem darum gegangen sei, die Lehren von Karl Marx zu verstehen. Erst nach und nach kamen sie zu eigenständigen Denkansätzen, die von 1918 bis 1934 propagiert wurden. Es ging ihnen u.a. darum, die international tätigen sozialistischen Parteien wieder mit dem Sowjetkommunismus anzunähern. Otto Bauer forderte von den Bolschewiki Demokratisierungsschritte und von der Sozialdemokratie die Abkehr vom Reformismus und den Übergang zu einer revolutionären Haltung, wie man das bei „Wikipedia“ unter dem Stichwort „Austromarxismus“ nachlesen kann.

Zu Zerwürfnissen in der österreichischen Sozialdemokratie kam es, als diese das Fazit zog, dass der Austromarxismus keine tragfähige Basis für das Erreichen des Sozialismus auf de- mokratischem Wege und auch keine wirksame Strategie gegen den aufkeimenden Faschis- mus, verbunden mit dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland,  verkörpere. Nach 1938 war die austromarxistische Theorie nur noch im Untergrund bzw. im Exil vertreten und spielte auch nach 1945 in der SPÖ keine bedeutsame Rolle mehr.

Was anerkannt werden sollte, sind die eigenständigen austromarxistischen Denkansätze zur Überwindung der Gebrechen der kapitalistischen Welt und des reformistischen Kurses der Zweiten Internationale sowie der Denkanstoß dazu, auch heute immer wieder nach neuen Wegen zur Errichtung einer freien sozialistischen Gesellschaft zu suchen. Das vorgelegte Buch will hierfür Anregungen und historische Erkenntnisse vermitteln.


Gedanken über die Welt, in der unsere Nachkommen leben werden

Die Sammlung der Gedanken vom Juni 2018 kann hier heruntergeladen werden. Die Autoren freunen sich wie immer über Feedback und Kommentare


Standpunkte zur sicherheitspolitische Lage (Stand  2017)

Der Diskussionszirkel Friedenspolitik hat ein Standpunktepapier zur internationalen sicherheitspolitischen Lage erstellt, das hier heruntergeladen werden kann. Es wird zu gegebenen Anlässen aktualisiert. Die Autoren freuen sich über Feedback und Kommentare.